Zur Entstehung Aratas
Endlich ist Kapitel 1 draußen und es ist Zeit für einen Eintrag. Bevor ich etwas zur Entstehung schreibe, sind hier noch etwas andere Gedanken:
Beim Korrekturlesen ist mir aufgefallen, wie mein damaliger Schreibstil mich doch selbst ein wenig verwundert, da er extrem experimentell an einigen Stellen ist. Manche sind gut gelungen und ich musste selbst schmunzeln oder lachen, andere hingegen habe ich selbst noch einmal korrigiert, da sie zu extrem aus dem Konzept fielen.
Aber nun zur Entstehung Aratas:
Es war in einem Zug, der von Warschau nach Berlin fuhr. Meine Klasse und ich kamen dort gerade von einer Exkursion, wobei auf der Rückfahrt Langeweile aufkam, denn immerhin dauerte es fünfeinhalb Stunden -- eine Ewigkeit. So motivierte mich ein gewisser Mitschüler doch eine Geschichte zu schreiben, die er dann lesen würde. Ich schrieb wie ein besessener drauf los und schaffte es innerhalb kürzester Zeit und mit der schlimmsten Sauklaue (echt schwer lesbar!) des Jahres mehrere Blätter zu beschreiben. Ich fügte "Arata" selbst noch Genreangaben hinzu. Das ganze war angelehnt an die Mangas, die wir damals online gelesen hatten. Die Genreangaben standen immer auf der jeweiligen Seite des Mangas. Wahrscheinlich schrieb ich knapp zwei Stunden, vielleicht auch mehr. Ich schrieb fast das gesamte "erste Kapitel", welches später mit "Kapitel 0" betitelt werden sollte. Dort fing schon das episodische Schreiben an, welches ich später fortführen sollte. Ich gab meinem Mitschüler im Zug jeweils eine Seite des Werkes, welches er dann kommentierte. Seine Reaktionen motivierten mich weiter zu schreiben. Irgendwann tat jedoch mein Handgelenk weh und ich hörte auf. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es noch einen weiteren Schüler der einen "Schreibcontest" veranstaltete, welcher mich quasi "mitmotivierte".
Es verging noch einige Zeit, bis ich Arata überhaupt auf dem PC abgetippt hatte. Ehrlich gesagt wurde der größte Teil des Kapitels später gelöscht, da es zu "experimentell" war. Lediglich die zweite Hälfte des im Zug geschriebenen Manuskriptes besteht im jetzigen Kapitel 0 weiter.
Es war wohl der Anfang meines Bachelorstudiums, an dem ich mich entschloss weiter zu schreiben. Besonders der Grundkurs Literaturwissenschaft hatte immer wieder meine Fantasien angeregt und mich motiviert einige dieser Techniken anzuwenden, von denen man gelernt hatte. In der Zwischenzeit fand ich unter meinen Freunden auch einige Leser, von denen bis heute nur einer übrig geblieben ist. Wahrscheinlich waren diese Leser auch einer meiner größten Motivationen, da mir das Feedback dieser Leute doch immer wieder gefallen hatte.
Generell muss man sagen, dass Arata ein sehr ungeplantes Projekt war und ist. Es gibt einige Notizen zu den einzelnen Kapiteln und Charakteren, diese sind aber sehr wage und ungenau. Sie beschreiben grob die Handlung der einzelnen Kapitel und beschreiben die Charakter in ihren oberflächlichsten Eigenschaften. Eigentlich wurden diese Notizen nur gemacht, um den Schein zu wahren, dass der Autor doch Ahnung von seiner Geschichte hätte. Dies korreliert auch mit dem episodischen Schreiben. Es gab lange Zeit einen sogenannten wöchentlichen Arata-Day. Jeden Montag gab es drei neue Seiten der Rhapsodie Aratas, welcher des öfteren kleine Cliffhanger enthielt, um die Leser bei Laune zu halten. Nach der Zeit wurden diese Arata-Days jedoch unregelmäßiger und teilweise lange unterbrochen, was auch dazu führte, dass es schwerer wurde die Rhapsodie Aratas nachzuvollziehen. Teilweise wurde ich von den Lesern auf Logikfehler aufmerksam gemacht. Peinlich peinlich ...
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Das waren die ersten "Hintergrundinfos". Mehr später ;)
PS: Gott, das hier ist alles in so einem "Arata-Schreibstil" gehalten. Unglaublich.
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