Kapitel 0 Dies und Das

Dies und Das

Die Legende vom 1000-jährigen: Wenn alle fünf Götter in Frieden leben soll es einen Neuen geben, aus den Opfern von 38 deren Gesamtalter 1000 beträgt, sucht er sich eine Person als Siegel seiner Seele aus. Der 1000-jährige selbst ist bis zu seinem 19. Geburtstag ein halbwegs normaler Mensch, keiner weiß wieso oder warum es genau er war ...

"Ich führe dich zu den 38 Personen. Wähle mit Gewissen aus." Ich war relativ gelassen und wusste nicht, was auf mich zu kam. "Wenn jemand etwas wollte, tat man es", dachte ich mir immer, "Geben und Nehmen" war meine Philosophie. „Personen, die nicht so denken verstehe ich nicht. Wie sollte es sonst funktionieren?“

38 Leute kamen mir entgegen. Ich sah sie hintereinander weg, ohne zu wissen wer sie waren. Als ob ich ihre Lebensgeschichten kennen würde, so sahen sie für mich aus. "Nun, wen wählst du?" Ich zeige auf sie alle. "Nun gut", sagte sie und die Umgebung wurde dunkel. Ich sah nach oben – ein Licht. Ich lief den Weg zurück nach Hause. Oben in meinem Zimmer angekommen dachte ich an Tommy. „Am besten wäre er tot, er nervt doch nur. Wozu sollte er existieren?“ Er hing an einem Strick in meinem Zimmer, meine Mutter lag daneben, scheinbar erschossen. Wer hat es getan? Ich. "Denkst du so? Würdest du es so wollen?", sagte eine bekannte Stimme. Die "Frau mit weißem Kleid" erschien vor mir. "Nein", flüsterte ich mit einem Zittern in meinem Herzen. "Eine Illusion die leicht Wirklichkeit werden kann?", fragte sie mich.

Am nächsten Morgen war ich früh auf den Beinen. Ich wollte nicht aus meinem Zimmer gehen. Vielleicht konnte ich es eh nicht. Die Schwere traf wieder ein. Es waren die fünf Götter - Ihre Bilder ... ihre Gläubiger ... ihre Opfergaben ... der ganze Kult. Ich fürchtete Freude, Abscheu, Ekel, Manie in diesem Moment wie noch nie zuvor.
"Arata, verstehst du?"
"Was soll man verstehen? Die Sinnlosigkeit im Leben?"
Ich tat nichts, die Frau erschien und ich fragte sie: "Wer bist du?"
"Die Botin, Spiegel deiner Seele, ein Teil von dir."

Zurück im Zimmer. Ich ging zum Essenstisch, aber niemand war da. Die Uhr zeigte "10:01" an. Ich eilte zur Schule. Pflichten nahm ich immer sehr ernst. In der Schule angekommen war alles normal. Mein innerer Frieden kehrte wieder ein. Eine Klassenkameradin sagte zu mir in der Pause: "Willst du mal zu mir nach Hause kommen, Arata?" Ich war zuerst etwas verwirrt, doch dann antwortete ich: "Gerne." Ein kleines Lächeln trat hervor. Ich konnte noch nie reaktiv lächeln. Eigentlich lachte ich nur über lustige Sachen. Nach dem Ende der letzten Schulstunde begleitete ich sie nach Hause. Ihr Name war Alexa, ich fand sie nie besonders attraktiv, eigentlich bewunderte ich nur ihre Leistung in der Schule. Ihr Weg nach Hause dauerte länger als meiner. Ich schaute sie kaum an, es war mir egal was sie dachte oder fühlte. Einfach mal mit einer Kameradin nach Hause, zu ihr gehen. "Nicht mehr lange, dann ist die Schulzeit vorbei. Weißt du was du nach der Schule machst?", sagte sie. "Hmm nein, nicht wirklich. Ich lasse mich treiben, mal sehen was sich mir anbietet." Das war eigentlich immer meine Einstellung: Treiben lassen, so wenig Stress wie möglich. Vielleicht bin ich auch zu faul ... oder zu feige?
Bei ihr angekommen war ich überrascht. Niemand da. Sie erzählte mir von ihrem Familienstand. Seit fünf Jahren lebte sie hier alleine, ihre Eltern im Ausland, nur ihre Tante besuchte sie manchmal, da sie in der Nähe wohnte.
Mädchen alleine zu Hause, eine Fantasie von mir. Ich bin Jungfrau. In ihrem Zimmer angekommen setzte ich mich auf ihr Bett. Eine Nervosität auf Basis meiner Schüchternheit und Alexas Geschlecht entstand. Sie blickte mich an, sie bezauberte mich ...
Sie saß neben mir, ihre Hand auf meiner. Es fiel mir schwer etwas zu sagen. "Alexa" war das, einzige was ich sagen konnte. "Du warst schon immer der einzige Junge, den ich attraktiv fand." Ich war fassungslos, wörtlich gesagt. "Alexa, ich finde dich sexy", waren meine Worte, ich fand sie schlecht. "Soweit sollten wir nicht gehen ..." Eine kleine Enttäuschung, aber ich war realistisch. "Willst du mich küssen ... wollen wir uns küssen ..." Ich küsste sie. "Das reicht mir, ich will nicht ... mehr." Ich war immer schlechter gelaunt. Ich wollte ...
"Nein, Arata! Lass es sein." Ich fasste ihre Brüste. "Arata, es geht mir zu schnell ..." Ich ging einfach. Meine Präsenz war wohl nicht erwünscht, jedenfalls fühlte ich damals so.
Auf dem Weg nach Hause plagte mich mein Gewissen. "Arata, warum bist du so kühl?" Es war die bekannte Stimme … Ich wollte nicht antworten. Ich konnte nicht. Warum bin ich so? Hätte ich früher eine Freundin gehabt mit der ich öfter intim geworden wäre, hätte ich vielleicht mehr Erfahrung ...
"Mein Leben läuft, dreht sich ... meine Gedanken sind ..."
- Verwirrtheit -
Ich brauche Klarheit. "Botin? Was willst du? Warum ich?"
Sie erklärte mir „alles“: Ich als Auserwählter, habe eine Aufgabe. Diese Aufgabe wurde mir nur schwer klar. Ich musste die 38 Leute alle "befreien". Das war alles.
Mein Kommentar wäre dazu zynisch gewesen. Wie solch eine Klischeegeschichte, wie die "Mythen über den 1000-jährigen" wahr sein konnte, erschloss sich mir nicht. Auf der Welt funktionierte die Koexistenz der Götter und Menschen seit Jahrtausenden. „Wir opfern ihnen und sie beschenken uns mit Glück und Wohlstand. Die Mythen über Ungleichgewichte zwischen Göttern sind schon lange her.“ So jedenfalls die damals offizielle Version.

Ich war zu Hause, immer noch alleine. Wetterberichte und Tagesnachrichten waren das einzige wozu, ich den Fernseher anmachte. Das erste Mal, dass mich die Nachrichten schockierten, war an diesem Tag. „Blitze in der Grafenstraße“ war die Schlagzeile. Es folgte ein Kommentar und einige Spekulationen über die Ursachen. Man war sich im Allgemeinen unklar. Die ganze Straße war deswegen abgesperrt. Uninteressant für mich, bis ich die Bilder sah: Alexas Haus. Ihr Wohlergehen war mein erster Gedanke. Mein zweiter waren meine eigenen Spekulationen. Ich musste sofort los.
Die Absperrungen konnte ich unbemerkt überschreiten, die Polizisten waren nur zu zweit auf der anderen Seite der Straße beschäftigt. Jetzt war nicht die Zeit, um sich über die Polizei zu beschweren. Ich sah ein Feuerwehrwagen direkt vor ihrem Haus. Ich war hinten durch den Garten gegangen, um mich zu verstecken. Ich hatte schon eine Vorahnung. Wie so oft in letzter Zeit ... Es waren diese unkontrollierten Ereignisse in meinem Kopf, die ich mochte ... Sie brachten ihre Leiche aus dem Haus. Ich lief nach hinten, zu einer Ecke, wo mich niemand sah. Die Blitze schlugen immer noch um sich. Ich hörte nichts mehr. Eine Eintönigkeit überkam mich. Eine Art Kummer, Traurigkeit – eine Leere.
Ich lief langsam wieder in die Richtung nach Hause. Auf dem Weg traf mich endlich das Übernatürliche, was ich bis dahin nicht realisieren wollte. Der Blitz schlug vor mir ein. Ich sah ein Kind in ihm erscheinen. Ich blinzelte – es war weg. Rechts von mir noch ein Blitz – dasselbe Ereignis. Ein Kind, welches mir vertraut vorkam, erschien. „Elena“, die Stimme. Ich folgte einer Reihe von Blitzen bis zu einem alten Brunnen, eine alte Opferstätte für den vierten Gott. „Zeig dich!“, rief ich, wahrscheinlich aus reiner Angst. Mein Körper war noch nie so angespannt wie zu diesem Moment gewesen. Der Blitz schlug wieder ein. Das Kind war nun sichtbar. Es bewegte seine Lippen, man hörte jedoch nichts. Ich stand nur da. „Du musst es befriedigen“, die Stimme flüsterte mir schon wieder. Ich fragte mich nur wie sie das tat. Wir näherten uns. Es kam zu mir, wir berührten uns.

Elena. Elena. Elena!
„Mama mochte mich nie. Papa war viel zu streng. Nach der Scheidung kam ich zu Mami.“ Elena 7 Jahre

"Dreiecke, Vierecke diese Formen waren im Sandkasten immer schön. Burgen aus diesen Formen – wundervoll. Ihr war es Gleichgültig.“
Elena 8 Jahre

"Er sagte ich wäre zu blöd, dabei erklärt er es nicht richtig.“
Elena 10 Jahre

- Eine Schwere erfüllte mich, die Schwere Elenas -
"Warum Elena? Damit spielt man nicht! Elena, was willst du? Ich bin beschäftigt. Das siehst du doch.“
Elena 11 Jahre

"Elena du musst regelmäßig opfern gehen, sonst hast du Unglück. Elena. Elena. Elena! Stirb nicht!“
Elena 13 Jahre, ihr Geburtstag

Mein Kopf war nicht mehr klar. Wie Kugeln die durch meinen Kopf flogen, spürte ich ihr Leid. „Wo findet man das Gute im Leben? Das Gute existierte nicht bei meinen Eltern, nicht bei meinen Freunden, nirgendwo“, sagte mir die Stimme des Blitzes. Ich sagte nichts. Ein Mensch der wenig Freude im Leben hatte, vielleicht keine, warum lebte er? Ist der Weg des Todes nicht besser? Wie starb die, die ich vor mir sah?
"Ich habe aufgehört zu atmen.“ Es fiel mir ein. Eine Nachricht von vor zwei Monaten im Fernsehen. Der mysteriöse Tod eines Mädchens. „Nichtwillen zum Atmen“ nannten sie es. Ein Schicksal? Vorbestimmung? Ein Opfer im System?
Ich stand wieder vor dem Brunnen. Die Berührung endete und mit ihr das Gewitter. Ich setzte mich. Einfach so. Der Boden fühlte sich kühl an. Es war schon spät, ich ging.
Meine Gedanken waren nicht mehr zu ordnen. Mein Kopf tat weh, ein schwer ertragbarer Schmerz. Ich aß etwas, eine Banane – mein Lieblingsobst, süß, ballaststoffreich und handlich. Meine Nachdenklichkeit drückte sich in dem langsamen Verzehr des gelben Lebensmittels aus. Alexa, Elena, die Botin ... Ich konnte nicht schlafen. Ich fühlte noch die Lippen Alexas. Im nächsten Moment sah ich ihre Leiche vor mir ...
Elena befriedigen? Wie?
"Denk nach.“ Die Stimme der Botin. „Tzch“, war mein Kommentar.
Einige Minuten später fingen meine Augen an sich feucht zu fühlen und ich hörte ein wenig Musik – langsame Klaviernoten. Eine Depression überkam mich. Ich überlegte ob, ich mich umbringen sollte. Ich wollte fliehen ...

"Arata, warum lügst du?“
"Ich lüge nicht!“
Arata 7 Jahre, mit seiner Mutter.
"Arata, du kannst es einfach nicht. Gib auf.“
"Niemals!“
Arata 6 Jahre, mit Freunden.

Ich sah Dinge aus meiner Vergangenheit. Sie wirkten real, sehr real. „Arata, akzeptiere es.“ Es war die Stimme Elenas. Sie war in mir.
"Arata ...“ sagte ich und weinte stärker. Tränen kamen. Ich hasste meinen Namen, die Leute verwechselten ihn mit meiner Identität. Aber ich war nicht nur Arata ... Wer ...

Was identifiziert die Person? Meine Gedanken waren lose, als ob ich nicht in dieser Welt wäre. Alles schien so leer, als ob alles ohne mich von statten gehen könnte. Das Leben geht mit oder ohne mich weiter. „Ich wollte an deiner Seite sein, an diesem Tage.“ Ich hatte wieder fremde Gedanken in meinem Kopf, die Gedanken von Elena … Es waren gemeinsame Gedanken, Dinge, die jeder Mensch schon einmal empfand, oder in ähnlicher Weise zumindest. Das war der Schlüssel zur Identität.

Ich ging zur Tür, hinaus auf die Straße, ich wollte mich dem Kampf stellen. „Sieben zur Acht, Acht zur Neun, Neun zur Zehn und ich lebe immer noch.“ Ich lachte. An solch einer Stelle im Leben lachte ich immer. „Ich werde dich nie verlassen, Elena“, sagte ich in die menschenlose Gegend, in der ich stand. Ich beschloss zurückzukehren, an den Ort, wo ich Elena traf. Eigentlich fand ich das alles zu verrückt und hätte es am liebsten verdrängt, einfach mein Leben weiter gelebt, aber seitdem ich den toten Körper gesehen hatte ... Ich konnte nicht mehr zurückkehren in mein normales Leben. Etwas veränderte sich in meinen Gedanken. Ich fühlte mich freier.

Ich war wieder vor dem Brunnen. Ich sank in mich zusammen. Die Schwere kam über mich, aber diesmal fühlte sie sich anders an, wie eine geteilte ... Etwas Unbeschreibliches geschah, viele Gedanken überkamen mich, ich fühlte in den nächsten Momenten alle möglichen Arten von Gefühlen in mir.
Immer und immer wollte ich dort bleiben und lachen. “So wie wir tanzen macht es Spaß.“ Ich bin Platz Nummer eins. „Ich will zeigen, dass ich es kann ...“ Das Mondlicht scheint so schön.“
Als nächstes hörte ich ein Ticken. Es hörte sich an wie das Ticken von einer dieser Wanduhren, die man in vielen Häusern hören konnte. Langsam wurden Dinge sichtbar und es schien, dass ich weiter hineingezogen wurde. Ich sah ein Bett. Elena lag drin. Eigentlich konnte ich nicht wissen, dass es Elena ist, da ich wenig sah, aber eine starke Vertrautheit und eine Art innere Eingebung machte es klar für mich. Ein leises Weinen, ein Schluchzen in dem dunklen Raum.
Die Tür öffnete sich, man sah das Licht hereinkommen. Eine weibliche Stimme sagte: „Alles in Ordnung?“ Es war wohl die Mutter Elenas. „Ja“, antwortete das Mädchen im Bett mit leiser Stimme. Die Tür schloss sich wieder. Ich fühlte mich hilflos. Ich empfand Mitleid für das Mädchen. Es war klar für mich, dass nicht alles in Ordnung war, aber mir fiel auch nicht ein, wie man die Situation hätte besser lösen können. „Am besten es gar nicht erst dazu kommen lassen“, dachte ich mir. Ein Druck entstand in meinem Körper. Es fühlte sich an, als ob ich nichts mehr hören könnte und meine restlichen Sinne in eine Art Betäubung verfielen.
"Versteht sie nicht was los ist? Warum hat sie sich nicht wenigstens entschuldigt für heute Mittag … Ich hasse meine Mutter und mein Vater ist auch nicht besser.“ Ich hatte Elenas Gedanken gerade zu in mir.

Unendliche Manie. Spaß auf Kosten anderer, Kinder merken es nicht. Sie kennen keine Grenzen, die Augen weit offen. Elena war anders, oder auch nicht. Die Flasche war leer, sie enthielt stilles Wasser. Der Durst eines Kameraden, die Gier, ließ die Flasche leer werden. „Obwohl ich es wollte, wollte ich es doch nicht.“ Manche Dinge schienen unkontrollierbar zur Zeit, als man Kind war. Es sollte eigentlich gestoppt sein, war es aber nicht. Ein Gespräch zwischen Elena und einem Freund als sie 10 Jahre alt war:

In der Pause sitzen sie an einem Tisch.
Elena: Du wirst verlieren.
Olaf: Verlieren, was?
Elena: Das Spiel natürlich! Ich gewinne gleich.
Olaf: Tja, was ein Glück für dich.
Elena: Interessiert es dich denn gar nicht?
Olaf: Schon, aber du bist halt zu gut.
Elena: … heumm. Das ist langweilig.
Elena steht vom Tisch auf.

- Unverständnis -

Es gab Einsamkeit, obwohl man nicht allein war - einsam aber nicht allein. So fühlten sich manche Personen, auch ich ab und zu. Ohne die Ablenkungen des Lebens würde ich vielleicht immer so fühlen. Ich fing an wieder in mein Bewusstsein zu kommen. Als ob Gewicht von mir fiel, so fühlte es sich an. Ich starrte in das Nichts, musste meine Gedanken sortieren. Ich blickte in das Nichts. Der alte Steinbrunnen vor mir war das einzige Bild, was ich wahrnahm. Ich stand auf, spürte einen Schmerz in meinen Knien. Wie lange ich wohl auf dem Boden kniete? Mein Zeitgefühl war weg, ich schaute auf die Uhr. Obwohl ich mir nicht genau gemerkt hatte, wann ich in den „Zustand“ verfiel, musste es wohl knapp eine halbe Stunde her gewesen sein. „Ein Glück das hier nicht viel los ist um diese Uhrzeit“, dachte ich mir.
"Dir wäre eh nichts passiert, du bist nicht sichtbar in dieser Zeitspanne“, eine Stimme von hinten flüsterte mir etwas zu. „Gut zu wissen. Wie ist eigentlich dein Name?“, fragte ich sie. „Hmm, die meisten nannten mich nur die Botin, aber nenne mich wie du willst“, antwortete sie. Ohne daran zu denken, vielleicht weitere Erklärungen über die Dinge zu erhalten, die zurzeit passieren, sagte ich: „Tja, dann nenne ich dich einfach „...“.“ Meine Stimme verstummte bei ihrem Namen.
Ich ging wieder den Weg nach Hause. Mir wurde bewusst, wie es mir so langsam egal war, warum ich ein Auserwählter sein sollte. Eigentlich ist es öfters so in meinem Leben: „Ich nehme und nahm die Dinge einfach hin“. Vielleicht machte ich mir das Leben damit einfach, nicht zu viel nachzudenken über Dinge, die ich nicht ändern konnte, obwohl ich auch kein Pessimist war … Ich konnte während des Laufens nur an Elena denken. Sie erinnerte mich an jemanden – an mich.

Zuhause angekommen konnte ich meine Gedanken kaum ordnen, konnte an kaum etwas denken. All dies hatte mich mitgenommen. „Schlafen wäre wohl das beste für jetzt.“ Bevor ich mich in mein Bett stürzen konnte, musste ich noch an den Kühlschrank. Ich hatte nicht viel gegessen den Tag und guckte nach etwas Brauchbarem … Wir hatten viele Fertiggerichte im Kühl- und Gefrierschrank, deshalb entschied ich mich für die Lasagne. Ich wusste solche Gerichte sind nicht sehr gesund, aber meinem jugendlichen Körper war jenes egal. Nachdem die Mikrowelle ihren Dienst getan hatte, aß ich schnell die Lasagne auf, während ich in der Küche stand und über den Tag nachdachte. Das Mondlicht schien an dieser Nacht bläulich durch das Küchenfenster, es war ein schöner Anblick für mich. Ich war mit dem Essen fertig und ging hoch in mein Zimmer, zu Bett.

Kommentare

  1. Ey, ja, Arata. Ich weiß noch, als ich dieses Kapitel das erste Mal las als wäre es gestern gewesen (dabei könnte es genausogut heute gewesen sein als der Blog online ging). Werde hier bestimmt noch rumhängen für die kritischen versprochenen Hintergrundinformationen und den versprochenen Weihnachtsspecials!

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    1. Weihnachtsspecials gibt es nur für ganzjährlich brave Kinder ;)

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